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Am 02.08.2019 berichtete die Nachrichten-Seite VICE unter der Überschrift

„Exklusiv: Undercover bei Kollegahs Alpha-Armee“

kritisch über ein neues „Geschäftsmodell“ des Rappers Felix Martin Andreas Matthias Blume, der unter dem Künstlernamen „Kollegah“ auftritt.

Mit diesem Bericht der Redaktion VICE waren offensichtlich weder Herr Blume noch das von ihm gegründete Label Alpha Music Empire GmbH glücklich. Der frühere Jura-Student Felix Blume, der das Studium abbracht, beauftragte daraufhin die Kanzlei

SWS Scheuermann Westerhoff Strittmatter Rechtsanwälte Partnerschaf mbB

(Briefkopfbezeichnung: „Scheuermann Westerhoff Strittmatter“)

Büro: Gustav-Heinemann-Ufer, 50968 Köln,
Sitz: Ackerstraße 11, 10115 Berlin.

Die Abmahnung

Die Abmahnung dieser Kanzlei, die auf den 04.08.2019 datiert, ist von Rechtsanwalt Klaus Weber unterzeichnet.

Sie wurde am 05.08.2019 nach 16:30 Uhr gefaxt und setzt eine Frist bis zum 06.08.2019, 17:00 Uhr.

In der Abmahnung wird u.A. erklärt, man habe bereits mehre Personen anlässlich des Berichtes von VICE abgemahnt. Nun aber ging eine Abmahnung auch an den skeptischen Betreiber eines nicht-gewerblichen Blogs, der über den Bericht bei VICE seinerseits berichtete.

Der skeptische Beitrag, enthält konkret folgende Passage:

„Vice und BuzzFeed News haben sich Kollegahs Coaching-Programm „Alpha-Mentoring“ mal näher angesehen:“

Dabei war das Wort „angesehen“ mit einem Link auf den Artikel bei VICE unterlegt.
Die Lieder von Felix Blume enthalten u.A. Textpassagen wie

„Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ – „Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm an mit dem Molotow.“

oder

„Nutte, Zeit, dass du Putzlappen befeuchtest / Ich bring Schusswaffengeräusche wie die Schutzstaffel der Deutschen“

Die Kanzlei SWS Scheuermann Westerhoff Strittmatter Rechtsanwälte Partnerschaf mbB fordert im Namen von Felix Blume/“Kollegah“

  • Unterlassen und
  • Auskunftüber die bisherigen erfolgte Verbreitung

Ferner soll sich der Empfänger der Abmahnung verpflichten,

  • Herrn Felix Blume den wegen Äußerungen, derentwegen Unterlassung begeht wurde, bisher entstandenen und künftig noch entstehenden Schaden zu ersetzen.

Außerdem soll der Empfänger der Abmahnung noch

  • die Anwaltskosten, bestehend aus einer 1,3-fachen Geschäftsgebühr und einer 1,5-fachen Vergleichsgebühr aus einem Streitwert von 50.000 € tragen.

Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz beliefe sich diese Summe auf 3.256,40 € (ohne Auslagen und ohne Umsatzsteuer).

Bild mit freundlicher Genehmigung von IFCAR (gemeinfrei)

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