In jährlich 28.000 Verbraucherkontakten und durch 420.000 Digitalkontakte klären wir Verbraucherinnen und Verbraucher auf. Dabei geht es meist um Pseudomedizin und Alternativmedizin, Lebenshilfeangebote, wie gewerbliche Esoterik, oder unwirksame technische Produkte. Hinzu kommen jährlich mehrere Vorträge, meist über Pseudomedizin und Homöopathie, aber auch über andere verbraucherschutzrelevante Themen.

Als anerkannt gemeinnütziger Verbraucherschutzverband vertreten wir die Interessen von über 6.000 Mitgliedern. Der Deutsche Konsumentenbund ging hervor aus verschiedenen kleineren Initiativen, die sich zunächst in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Konsumentenbund in loser Form zusammengefunden hatten. Im Jahr 2010 übernahm der damals größte Einzelverband die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft insgesamt und änderte seinen Namen entsprechend.

Tier und Konsum

Wir kaufen, halten und essen sie. Wir nutzen sie zur Herstellung von lebens- und überlebenswichtigen Arzneimitteln. In vielen Fällen entstanden Tierrassen überhaupt erst durch menschliche Eingriffe.

Was sind die ethischen Grundlagen unserer Beziehung zum Tier? Wo sind die ethischen Grenzen im Umgang mit Tieren? Unsere Vortragsreihe geht diesen Fragen nach und beleuchtet den Komplex Tier auf der Suche nach ethischen Antworten, nach dem “Sollte” abseits von Dogmen und -ismen.

"Aus dem Bekanntenkreis habe ich von diesem Mittel erfahren. Allerdings kann ich nicht ganz einschätzen, was es damit auf sich hat ..."
Typische Verbraucheranfrage

Pseudomedizin und Gesundheit

Wir bieten über unserer Geschäftsstelle in Kassel ein umfangreiches Beratungsangebot und unterhalten eine öffentliche Präsenz-Bibliothek rund um Verbraucherthemen, in der sich Verbraucherinnen und Verbraucher z.B. unmittelbar zu Heilmethoden und ihrer Evidenz informieren können. Wir halten dabei eine Vielzahl von Standardwerken aus dem Bereich der Medizin vor (meist in mehreren Auflagen). Daneben bieten wir auch Einblicke in die Schriften und Veröffentlichungen von Pseudomedizinern und Scharlatanen.

Wir sind vom Prinzip des aufgeklärten Verbrauchers und Patienten überzeugt. Hierzu gehört aber gerade nicht, dass man “alle Seiten” in (vermeintlicher) Neutralität und Ausgewogenheit zu Wort kommen lässt, sondern dass man begründet Stellung bezieht. Hierauf haben Verbraucherinnen und Verbraucher einen Anspruch. Zu Veröffentlichungen aus dem Kreis der Pseudomedizin bieten wir daher Einordnungshilfen und wissenschaftliche Kommentarliteratur. Den wesentlichen Schwerpunkt dieser Tätigkeit bilden Verfahren, bei denen Krebsheilung in Aussicht gestellt wird. Zu den meisten Therapieverfahren halten wir Bewertungen und Einschätzungen von Gesundheitsämtern und Bundesbehörden, insbesondere des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, des IQWiG, des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bereit. Wenn wir eine solche Bewertung nicht haben, versuchen wir diese ad hoc einzuholen. Ohne eine evidenzbasierte Einschätzung soll kein Verbraucher unsere Beratung verlassen.

Oft kommen Angehörige von Patienten zu uns, die sich pseudomedizinischen Therapien verschrieben haben und dafür – fast immer aus eigener Tasche – sehr viel Geld bezahlen. Fünfstellige Beträge sind beinahe eher die Regel als die Ausnahme. Heilpraktikerrechnungen über 25.000 € sind dabei keine Seltenheit. Das Geld wird dann im Angehörigen- und Freundeskreis erbeten oder geliehen, was Angehörige nicht selten selbst in emotionale und finanzielle Bedrängnis bringt und dann zu uns führt. Es geht dabei einerseits um eine fachliche Einschätzung von Therapien, andererseits aber auch um konkrete juristische Fragen, wie die, ob bzw. wann eine Arzt- oder Heilpraktikerrechnung überhaupt zu begleichen ist und ob es eine Chance auf Rückerhalt bereits gezahlter Summen gibt.

Wir halten eine Reihe von Informationsartikeln zu pseudomedizinischen Mitteln und Verfahren für Sie bereit. Das vollständige Angebot finden Sie hier einige können sie hier sehen und anklicken.

In den Feel-Good Branchen geht es um viel Geld … und um Leben und Tod

Gelegentlich beraten wir  Menschen, deren Angehörige im Verlauf einer pseudomedizinischen Therapie zu Tode gekommen sind. In dieser für alle Beteiligten äußerst fordernden und zehrenden Beratungssituation erhalten wir Einblicke in den Alltag von Todkranken und ihren Angehörigen in der allerletzten Lebensphase. Die Hinterbliebenen zeichnen dabei geschäftemacherische Verläufe nach, die uns mittlerweile nur allzu bekannt sind. Auf unserer Infoseite “Gesundheit” können Sie nachlesen, wie nach unserer Erfahrung ein solcher „Therapieverlauf“ typischerweise aussieht.

Meist endet unsere Beratung damit, dass wir den Angehörigen eine Einschätzung geben, ihnen den Weg zu Strafverfolgungsbehörden weisen oder ihnen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte vermitteln, die wir für qualifiziert und engagiert halten, um Schadensersatzansprüche gegen Heiler durchzusetzen.

Meist aber – das darf nicht verschwiegen werden – gehen entsprechende Strafverfahren gegen Heiler ins Leere. Maßgeblich für eine strafrechtliche Verurteilung ist nämlich allzu oft, was zwischen Patient und Heiler besprochen wurde. Der Patient ist zum Zeitpunkt des Strafverfahrens aber meist bereits tot und der Heiler darf zum Therapieverlauf schweigen. Dritte sind bei dem Gespräch typischerweise nicht zugegen. Aus diesem Grund scheitern Strafverfahren gegen Heiler sehr oft und aus diesem Grund ist es von elementarer Wichtigkeit, bereits von vornherein wirksam gegen unseriöse Heilsversprechen vorzugehen.

Kontrollen bei Einzelhandelsketten

Wir alle kaufen dort ein: Discounter und Einzelhändler versorgen Menschen mit allem, was Mensch zum Leben braucht. Doch hinter dieser Wahrheit steht noch eine andere: Kaum ein Marktsegment ist derart brutal umkämpft wie der Lebensmittelhandel. Dies führt zu allerlei unschönen Phänomenen: Preise und Warenqualität werden verschleiert und geschönt. Verbraucher werden in die Irre geführt und Preisvergleiche werden erschwert. Gelegentlich wird dabei auch die Schwelle zum gewerbsmäßigen Betrug überschritten.

Der Handel ist dabei zugleich Treiber und Getriebener, das wissen wir. Das kann aber keine Rechtfertigung für verbraucherschutzwidrige Praktiken, Täuschung und Irreführung sein. Auch ein besonders niedriges Preisniveau wiegt Rechtsverstöße nicht auf.

Unser Verband unterhält daher einen bundesweit agierenden Kontrolldienst, der die Praktiken  im Einzelhandel und im Lebensmittelhandel dokumentiert. Dabei untersuchen unsere Testkäuferinnen und Testkäufer bundesweit Märkte, sowohl in Ballungszentren, als auch auf dem so genannten „platten Land“. Aufgefundene Verstöße werden verfolgt und Unternehmen – falls erforderlich – auch vor Gericht gebracht.

Schokolade ohne ausreichende Grundpreisangabe in einem Supermarkt

Online eine Beschwerde einreichen...

War der Preis irreführend, falsch oder nicht vollständig angegeben? War die Deklaration falsch oder unvollständig oder die beworbene Ware schon am ersten Tag ausverkauft ("Lockvogelangebot")? Das ist in den meisten Fällen ein Verstoß gegen Europäisches Recht und kann rechtlich geahndet werden.

Hier können Sie eine Beschwerde einreichen und
ggF. Fotos hochladen.

  • Unternehmen
  • Ort (Filiale)
  • Datum
  • gegebenenfalls Beweisfoto

Bitte beachten Sie: laden Sie keine Fotos hoch, auf denen 
fremde Personen erkennbar abgebildet sind hoch.

Unser Selbstverständnis und unsere Arbeit

Wir verstehen uns als Pressuregroup, die die Anliegen ihrer Mitglieder im Interesse aller Verbrauchenden vertritt. Dies definieren wir als bewusste Antithese zu einem Ansatz, der für sich in Anspruch nimmt, “allumfassend” alle Verbraucherinnen und Verbraucher vertreten zu wollen. Ein Allvertretungsanspruch bringt u.E. zwangsläufig eine Beliebigkeit gegenüber irrationalen Sichtweisen und extremen Positionen mit sich. Die Gefahr ist dann groß, Irrationalität und auch krasseste Randerscheinungen zu legitimieren und so hoffähig zu machen.

In einer Zeit, in der von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen die Erosion und Delegitimierung öffentlicher Institutionen betrieben wird, sehen wir es als unsere Pflicht an, dem entgegenzuwirken und uns von Gruppen abzugrenzen, die – direkt oder mittelbar – gruppenbezüglichen Menschhass verbreiten.

Evidenzbasierte Politik

Wir vertreten nicht die Interessen von Menschen, die Verschwörungstherien verbreitet sehen möchten oder sich durch Verschwörungstheorien bestätigt sehen und ihrerseits Bestätigung suchen. Dies gilt sowohl für Verschwörungstheorien, die sich gegen politische Akteure und das Staatswesen als solches richten, als auch für Verschwörungstheorien, die Wirtschaft und Konsum betreffen. 

Es ist nur ein kleiner Schritt von der Fluorid-Verschwörung zu Opferlegenden aus der pseudomedizinischen Szene, die die wissenschaftliche Medizin diskreditieren wollen, bis zur “BRD-GmbH”. Eine Umarmungsstrategie gegenüber diesen Kreisen ist unseres Erachtens der falsche Weg. Es gibt wahrlich Vieles zu kritisieren an den Geschäftspraktiken von Unternehmen, es braucht keine Verschwörungstheorien, um eine Kritik interessanter zu machen.

In einer solchen Beliebigkeit gegenüber abseitigen Positionen und in der Verkennung ihrer Gefährlichkeit sehen wir den maßgeblichen Grund dafür, dass über Jahrzehnte in Deutschland ein Wildwuchs im Bereich der Pseudomedizin, der Esoterik und Lebenshilfe um sich greifen und gedeihen konnte. Der Schaden dadurch ist konkret.

Wir sind dankbar für den Einfluss, den unsere feministischen, queeren und veganen FreundInnen und Mitgliedspersonen auf unsere Arbeit haben.

Politische Arbeit

Wir vertreten die Interessen der „nicht-gewerblichen Nachfragerseite“ bei Expertenanhörungen von Regierung und parlamentarischen Gremien. Daneben nimmt der Verband gegenüber politischen Entscheidungsträgern – einschließlich der Europäischen Kommission – Stellung zu verschiedenen verbraucherschutzrelevanten Themen. Wir fühlen uns den Verbraucherschutzzielen der Europäischen Union besonders verpflichtet.

Gute Arbeit braucht selten viel Geld, sondern viele tolle Menschen. Wir finanzieren unsere Arbeit maßgeblich aus Privatspenden und Mitgliedsbeiträgen, öffentlichen Mitteln und (ganz wesentlich) durch ehrenamtliche Tätigkeit. Insbesondere das Ehrenamt ermöglicht uns, schlagkräftig, aber zugleich sehr kosteneffizient zu arbeiten. Näheres zu diesem Thema erfahren sie im Finanztransparenz- und Spendenbericht.

Gute Arbeit braucht tolle Menschen

Wir sind auf Unterstützung angewiesen! Dazu besteht zum einen die Möglichkeit für Sie, Mitglied zu werden, wozu wir Sie herzlich einladen, wenn Sie unsere Werte und Ziele teilen! Je mehr Mitglieder unser Verband hat, desto nachdrücklicher kann unsere Interessenvertretung wirken. Ihren Beitrag können Sie selbst festlegen. Nutzen Sie einfach das Formular zur Mitgliedschaft. Selbstverständlich können Sie uns auch durch einmalige Spenden unterstützen, ganz gleich ob ohne oder mit konkreter Zweckbestimmung. Natürlich sind die an uns geleisteten Mitgliedsbeiträge und Spenden steuerlich abzugsfähig, eine entsprechende Spendenquittung erhalten Sie von uns.

 

Bitte beachten Sie aber, dass wir Spenden von Unternehmen und Unternehmern grundsätzlich nicht annehmen. Über Ausnahmen hiervon entscheidet der Vorstand und veröffentlicht diese dann im Rahmen des Finanztransparenzberichts.

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