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Amygdalin ist ein natürlich vorkommender Stoff, der eine Vorstufe zur hochgiftigen Blausäure darstellt. Bei Kontakt mit Wasser wird die Blausäure in einer chemischen Reaktion freigesetzt, bestimmte Enzyme unterstützen diesen Vorgang noch, wenn er im menschlichen Körper stattfindet.

Warum wundert es uns nicht, wenn Amygalin trotzdem in der Pseudomedizin propagiert wird? Es gilt unter der reinen Fantasiebezeichnung "Vitamin B 17" als "probates" Mittel in der "biologischen Krebstherapie" - ist aber nicht nur unwirksam, sondern schädlich und unter Umständen auch tödlich. ...weiterlesen "Was ist eigentlich …. Amygdalin, »Vitamin B 17«?"

Homöopathie ist die „führende“ pseudomedizinische Methode in Deutschland. Nach Umfragen kennen sie mehr als drei Viertel der Bevölkerung, ungefähr jeder zweite hat sie schon einmal genutzt (nur ein kleiner Bruchteil davon hat allerdings zumindest rudimentäres Wissen über ihre Prinzipien), viele Menschen sind von ihr überzeugt und die Mittelhersteller beschwören ständig ihre „Beliebtheit“. All das steht in krassem Widerspruch zu der wissenschaftlich belegten Tatsache, dass die Homöopathie eine pseudomedizinische Scheintherapie ist. ...weiterlesen "Über Homöopathie"

Fangen wir der Klarheit wegen damit an, was Homöopathie nicht ist: Sie ist weder Naturheilkunde noch Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). Das ist wohl der häufigste Irrtum zur Homöopathie, der erheblich zu ihrem positiven Image beiträgt.

Homöopathie wurde von ihrem Erfinder, dem deutschen Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann, am Ende des 18. Jahrhunderts als Arzneimitteltherapie konzipiert. Er glaubte an die spezifische (d.h. ursächlich auf seine Methode zurückzuführende) Wirksamkeit seiner Arzneimittel. Hahnemann stand auf der Schwelle zwischen medizinischen Überlieferungen aus der Antike und mittelalterlichem „magischem Denken“ einerseits und den ersten Anfängen wissenschaftlichen Denkens andererseits. ...weiterlesen "Was ist Homöopathie?"

Das sind

  • die Annahme, Ähnliches könne Ähnliches heilen (simila similibus curentur),
  • die Annahme, aus der Gabe irgendwelcher Stoffe an Gesunde könne man ablesen, welche Symptome diese erzeugen (damit die „ähnlichen“ Symptome beim Kranken mit diesen Stoffen geheilt werden können) und
  • die Behauptung, immer wiederholte Verdünnungen der Mittel (bis in astronomische Größenordnungen) seien eben keine „Verdünnungen“, sondern durch „rituelle Schüttelschläge“ des Verdünnungsgefäßes bei jeder Stufe würde eine „geistige Arzneikraft“ aus den ursprünglichen Stoffen frei, die mit zunehmendem Verdünnungsgrad „stärker“ werde.

...weiterlesen "Was sind die unhaltbaren Grundannahmen der Homöopathie?"

Über „Erfolge“ der Homöopathie wird viel berichtet, oft wird zur Rechtfertigung der Methode dann noch der bekräftigende Satz „Wer heilt, hat Recht“ hinzugefügt. Häufig wird dann auch noch kommentiert mit „Wir wissen nicht, wie es wirkt, aber wir sehen, dass es wirkt!“.

Diese „Wirkungen“ jedoch sind eine Mischung aus sogenannten Kontexteffekten, die bei jeder Art von Behandlung oder überhaupt sorgender Zuwendung auftreten und der völligen Überbewertung persönlicher Einzelerfahrungen und haben mit der „Methode Homöopathie“ überhaupt nichts zu tun.

...weiterlesen "Wie sind „Erfolge“ der Homöopathie zu erklären?"

Die Antwort ist ein klares Ja. Nicht direkt durch die Einnahme der Globuli, die entweder viel zu wenig oder gar keinen Wirkstoff für eine Reaktion des Organismus enthalten und deshalb getrost als reiner Zucker angesehen werden dürfen. Wie bei allen pseudomedizinischen Methoden liegt die Gefahr für die Anwender der Homöopathie in der möglichen Verschleppung oder gar Verhinderung rechtzeitiger fachmedizinischer Hilfe. Leider gibt es dafür genug Beispiele.

...weiterlesen "Kann Homöopathie schaden?"

Die Homöopathie ist nach übereinstimmendem Urteil der weltweiten Fachwissenschaft als widerlegte Pseudomethode einzustufen, der keinerlei Bedeutung innerhalb der Medizin zugesprochen werden kann. Dessen ungeachtet genießt sie in Deutschland nach wie vor eine privilegierte Rolle als Teil der Arzneimittel- und der Sozialgesetzgebung, durchaus „Beliebtheit“ in der Bevölkerung und hat eine starke Interessenvertretung von Lobbyorganisationen und Mittelherstellern. Es fehlt ganz offensichtlich an verständlicher und sachlicher Verbraucherinformation über Homöopathie. ...weiterlesen "Wo steht die Homöopathie heute?"

Dafür gibt es mehrere Gründe.

Die Homöopathie war zwar zu Hahnemanns Zeiten (er entwickelte sie ab 1796 bis zu seinem Tode 1843) ein Fortschritt, aber natürlich auch damals schon falsch. Die Methoden, die damals von den meisten Ärzten angewendet wurden, waren brachial und schwächten die Patienten – manchmal bis zum Tode. Mit seiner „Arzneimitteltherapie“ vermied Hahnemann diese gefährlichen „Kuren“ und erzielte einfach dadurch, dass er den Patienten Gelegenheit gab, wieder von selbst gesund zu werden, eindrucksvolle „Erfolge“. ...weiterlesen "Warum ist die Homöopathie so „populär“?"

Reiki wird häufig als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin angesehen und angeboten. Reiki ist aber weder traditionell, noch chinesisch, noch wirksame Medizin.

Woher stammt Reiki?

Reiki stammt vielmehr aus Japan. Es wurde  in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erdacht und eingeführt von Mikao Usui (1885 – 1926) und ist damit gerade einmal knapp als 100 Jahre alt. Die Behauptung, Usui habe Reiki als alte traditionelle Methode „wiederentdeckt“, ist unbelegt. Um Usui gibt es in der Reiki-Szene einen regelrechten Personenkult. Große Teile seiner „offiziellen“ Biografie sind unbelegt, angeblich sei er Christ und Professor an einer christlichen Hochschule in Kyoto gewesen, seinen Doktortitel habe er in den USA erworben und länger in Indien gelebt, um Sanskrit zu erlernen. All dies darf als Mythos gelten. ...weiterlesen "Was ist eigentlich … Reiki?"

Ein weiteres Mittel aus dem bunten Strauß der pseudomedizinischen Mittel und Methoden sind die "Bachblüten-Präparate". Sie haben – das gleich vorangestellt – mit Blüten an Bächen nichts zu tun. Sie leiten ihren Namen von ihrem Erfinder ab.

Der Erfinder

Edward Bach (1886 bis 1936) war ein Arzt aus dem englischen Birmingham, der auf die Idee kam, der Ursprung von Erkrankungen sei entweder in seelischen Ursachen oder im Darm zu finden. Ein weiteres Beispiel für den Anspruch, eine einfache Lösung für ein komplexes Problem anzubieten – was mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ein Irrweg ist. ...weiterlesen "Was sind eigentlich… Bachblüten?"

Neben der Homöopathie gibt es noch manch andere durchaus „populäre“ Mittel, die auch ganz oder überwiegend durch Apotheken vertrieben und bei diesen beworben werden. Dazu gehören  die offenbar durchaus beliebten „Schüßler-Salze“.

Die "Schüßler-Salze" werden oft mit Homöopathie gleichgesetzt oder verwechselt. Sie sind jedoch eine eigenständige, obwohl teils mit der Homöopathie verbundene Erfindung des Oldenburger Arztes Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 bis 1898). ...weiterlesen "Was sind eigentlich… Schüßler-Salze?"

Eine Krebsdiagnose ist immer ein einschneidendes Lebensereignis. Neben allem anderen verursacht sie auch viel Zweifel und Unsicherheit, was die Behandlungsoptionen angeht. Nicht immer wird dabei dem Rat der onkologischen Fachärzte gefolgt, sondern auf sogenannte „Alternativmedizin“ zurückgegriffen.

Experten haben davor seit jeher gewarnt. Nun liegen auch fundierte Ergebnisse zu der Frage vor, wie es Patienten, die nur nach wissenschaftlichen Methoden behandelt wurden, im Vergleich zu solchen geht, die ausschließlich auf „Alternativmedizin“ gesetzt haben. Forscher der Yale-University in den USA haben dazu 2017 eine vielbeachtete Studie durchgeführt. [1] ...weiterlesen "„Alternative“ Krebstherapie: Immer ein Risiko"