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Das Landgericht Stuttgart untersagt einem Anwender der so genannten "Dorntherapie" eine Vielzahl von irreführenden Werbeaussagen. Das Gericht gibt dem Antrag unseres Verbandes damit vollumfänglich und in Gänze statt.

In einem aktuellen Verfahren wurde einer Person, die die Heilkunde auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis ausübt, eine Vielzahl von indikationsbezogener Werbung untersagt. Damit ist es der Antragsgegnerin untersagt, für die Durchführung der "Dorntherapie" mit Indikationen wie "Rückenschmerzen" und "Kopfschmerzen" zu werben. ...weiterlesen "LG Stuttgart: Heilpraktiker darf nicht irreführend für „Dorntherapie“ werben"

Für die Dorn-Therapie darf nicht irreführend geworben werden. Das sieht nun auch das Landgericht München I so und untersagte einer gewerbsmäßig nach dem Heilpraktikergesetz tätigen Person eine Vielzahl von Werbeaussagen.

Der Sägewerksbetreiber und Landwirt Dieter Dorn hat die von ihm nach ihm selbst benannte Methode in den 1970er Jahren erfunden. Dabei bediente er sich allerlei verquerer Vorstellungen über die Wirkweise seiner "Methode" und ordnet "Fehlstellungen" einzelner Wirbel gleich auch organische Erkrankungen wie Kurzsichtigkeit oder Diabetes zu. In der Vorstellungswelt von Dorn alles eine Folge eines "schiefen" Beckens bzw. "draußener" (sic!) Wirbel. ...weiterlesen "Auch LG München I untersagt irreführende Werbung für sog. „Dorn-Therapie“"

Bei der Dorn-Therapie (auch: „Dorn-Methode“ genannt) handelt es sich um eine Erfindung des Medizinlaien, Landwirts und Sägewerk-Betreibers Dieter Dorn (* 13. August 1938 - † 19. Januar 2011) aus Lauterach bei Memmingen.

Die Dorn-Therapie (Dorn-Methode) ist eine alternativmedizinische Methode, die – angeblich – zur Behandlung von „Beinlängendifferenzen“ verwendet wird. Sie kann als eine Variante der Chiropraktik mit Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin angesehen werden. ...weiterlesen "Was ist eigentlich die „Dorntherapie“"

Erfolglos versuchte sich ein niederländisches Handelsunternehmen gegen ein von unserem Verband beantragtes Ordnungsgeld zu wehren, zu dem das Handelsunternehmen vom Landgericht Düsseldorf zuvor verurteilt worden war. ...weiterlesen "OLG Düsseldorf bestätigt: Niederländischer Konzern zahlt mehrere tausend Euro Ordnungsgeld"

Wegen eines einzelnen Verstoßes (Sprotten, 125 g) bei der Preisauszeichnung wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von 5.000 € festgesetzt und dabei kam der der Handelsriese noch glimpflich davon:

"Die Kammer setzt das Ordnungsgeld auf 5.000,00 € fest. Sie hat hierbei sowohl die Schwere der Zuwiderhandlung berücksichtigt als auch dem Umstand Rechnung getragen, dass die Vollstreckungsschuldnerin wiederholt einschlägig verurteilt werden musste. Zu berücksichtigen war auch, dass die Vollstreckungsschuldnerin unter dem 07.03.2018 eine vollumfängliche Unterlassungserklärung abgegeben hat, Ire Mitarbeiter geschult und Prüfroutinen installiert hat. Bemessungsfaktor für die Festsetzung des Ordnungsgeldes ist nämlich auch die Gefährlichkeit einer möglichen zukünftigen Wiederholung. Ohne die Unterlassungserklärung und die weiteren genannten Maßnahmen der Vollstreckungsschuldnerin hätte die Kammer das Ordnungsgeld deutlich höher bemessen."

Wiederholt Einschlägig

Der Handelsriese hatte wiederholt gegen die gesetzliche Pflicht zur Angabe des Grundpreises verstoßen und in der Folge kein ausreichendes Compliance-Konzept installiert, wie eine Reihe von bundesweiten Nachkontrollen in verschiedenen Märkten ergab. Nachdem das Unternehmen bereits wegen früherer Verstöße in den vergangenen 12 Monaten einen hohen fünfstelligen Betrag an die Staatskasse des Freistaates Bayern zahlen musste, waren die Richter nun augenscheinlich mit ihrer Geduld am Ende. Ersatzweise für den Fall, dass der Betrag nicht beigetrieben werden kann, wurde für je 1.000 € ein Tag Haft angeordnet.

Der Konsumentenbund wird im öffentlichen Interesse tätig. Ordnungsgelder fließen nicht an den Verband sondern an die Staatskasse.

Homöopathen und Homöopathiebefürworter geben immer wieder an, ihr Ur- und Übervater Hahnemann hätte das Impfen quasi erfunden und es werde ja auch homöopathisch geimpft. Zur Begründung berufen sie sich auf das hahnemannsche Grundprinzip des Similia similibus curentur, Ähnliches heilt Ähnliches. Genau das geschehe doch bei der Impfung – es werden Bestandteile des Erregers verabreicht, der die Krankheit, gegen die geimpft wird, auslöst. Sie sehen darin einen Beweis für die Homöopathie und ihre Wirkung. ...weiterlesen "Was sind eigentlich… „Homöopathische Impfungen“?"

Das OLG Nürnberg hält unseren Antrag auf Ordnungsgeldfestsetzung gegen ein bayerisches Handelsunternehmen in sämtlichen Punkten für berechtigt und bestätigt damit den vorausgegangenen Beschluss vom 28.05.2018, den Bestrafungsbeschluss des Landgerichts. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen die Preisangabenverordnung verstoßen und ist innerhalb von rund zwei Jahren mehrfach verurteilt worden. Die insgesamt weit über 200 Einzelverstöße betrafen beinahe alle Sortimentsbereiche. ...weiterlesen "Wenn sich Handelskonzerne gegen Preisangabepflichten sträuben…"

Timeline der Krebsheilerin aus Facebook
Timeline der Krebsheilerin aus Facebook (Klick für größeres Bild)

Blasse, wimpernlose Kindergesichter: die Augen gerötet mit einem Teddy im Arm. Dazu präsentierte Frau H. stolz einen Zeitungsbericht über „Indigo-Kinder“ und ihre angebliche Fähigkeit, Krebs zu diagnostizieren und zu heilen. Alles umrandet von Heiligenbildchen.

Frau H, die sich auch als „Heilmedium“ bezeichnete, gelangte mit Ihren Aussagen zu zweifelhaftem Ruhm. Bar jeder medizinischen Sachkunde wandte sich die Krebsheilerin an Eltern und "Austherapierte", zunächst mit einer eigenen Webseite, später dann auch noch im „Seriositätsmedium“ Facebook.

Nach zwei Verfahren seitens unseres Verbandes in 18 Monaten hat Frau H. über Ihren Anwalt mitteilen lassen, sie habe die Geistheilerei gänzlich und dauerhaft aufgegeben und arbeite nun in einem Imbiss.

 

Siehe dazu auch ausführlich unseren Gastbeitrag bei unseren Freunden von "Susannchen braucht keine Globuli":

 

Frau Hermes bloggt regelmäßig über Pseudomedizin. Sie weiß worüber sie schreibt, denn sie war selbst das was man in den USA einen „Neuropathic Doctor“ nennt. Heute stellt sie Verfahren und angebliche „Therapien“ der angeblichen „Naturheiler“ in ihrem Blog „Naturopathic Diaries“ bloß. Dafür wird sie nun von einer amerikanischen „Naturheilpraktikerin“ verklagt.

Kaum jemand kommt als in der Wolle gefärbte Skeptikerin zur Welt. Für viele – vermutlich für die weitaus meisten – ist eine rationale Haltung, gerade wenn es um Gesundheit und Medizin geht, nichts, was einfach und schnell bei der Hand läge. Skeptisch zu sein gegenüber vermeintlichen Wundertaten beschreibt eine Haltung, wie Skeptisch-Werden einen Prozess beschreibt. Britt Hermes unterscheidet sich dort kaum von anderen Rationalisten und Skeptikern. Und doch ist der Fall besonders. ...weiterlesen "Huber ./. Hermes: Die Falschen geschubst"

Der Deutsche Konsumentenbund ruft gemeinsam mit der GWUP und dem Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) zur Unterstützung der Skeptikerin Britt Hermes auf. Die international bekannte Kritikerin von Pseudomedizin wird derzeit in Deutschland wegen Verleumdung verklagt. ...weiterlesen "Fundraising-Kampagne für Skeptikerin Britt Hermes"

„Nur für kurze Zeit: Jetzt 75 g mehr!“

Egal ob Zahnpasta, Nussnugatcreme oder Bodylotion: Die sogenannten „Vorteilspacks“ sind weit verbreitet. Doch warum machen Händler das? Hat der Hersteller vielleicht etwas zu verschenken?

Wir haben Konsumenten gefragt, was ihrer Ansicht nach hinter den sogenannten Vorteilspacks steckt und gehen den drei häufigsten Hypothesen an dieser Stelle einmal nach, bevor wir Ihnen erklären, was leider allzu häufig der wirkliche Grund für die sogenannten „Vorteilspacks“ ist. ...weiterlesen "Was steckt wirklich hinter „Vorteilspacks“?"