Verätzungen - ähnlich wie Verbrennungen - zu einem starken Flüssigkeitsverlust. Der Sie werden durch Säuren oder Laugen ausgelöst.
- Symptome einer Verätzung sind:
- Starke Schmerzen an der Kontaktstelle.
- Bei verschlucken: evtl. Atemnot.
- Schock des Patienten.
Achtung: Eigenschutz
Bei Verätzungen ist der Eigenschutz besonders wichtig. Bedenken Sie: wenn sich der Ersthelfer selbst verätzt, hat er zur Problemlösung Nichts beigetragen, sondern die Zahl der Patienten nur verdoppelt! Wenn sie das ätzende Mittel entfernen möchten, benutzen Sie ein großes Stück Stoff und achten Sie auf Ihre Hände. Der Stoff wird durch die Säure/Base selbst nach und nach zersetzt. Wenn Sie nicht sicher sind, ob (auch) ätzende Mittel verschluckt wurden, führen Sie keine Mundzu- Mund-Beatmung durch.
- Symptome einer Verätzung sind:
- Starke Schmerzen an der Kontaktstelle.
- Bei verschlucken: evtl. Atemnot.
- Schock des Patienten.
Sofortmaßnahmen bei Verätzung
- Eigenschutz / Gefahrenquelle beseitigen. Geraten Sie nicht selbst mit der Säure in Kontakt.
- Notruf tätigen (siehe: W-Fragen auf der Rückseite).
- Soweit es die eigene Sicherheit zulässt (Kontaktgifte): Vitalfunktionen überprüfen.
- Soweit der Patient ansprechbar ist: beruhigen Sie ihn und muntern Sie ihn auf („Hilfe ist unterwegs“). Fragen Sie nach Namen und beginnen Sie eine positive Unterhaltung. Lassen Sie den Patienten erzählen!
- Ist noch viel Lauge bzw. Säure an der Kontaktstelle vorhanden, sollte sie versuchen, sie vorsichtig mit einem Lappen zu entfernen.
- Spülen Sie ausgiebig mit viel fließendem Wasser (Achtung: nie Wasser bei ungelöschtem Kalk, siehe unten).
- Wurde Säure bzw. Base verschluckt vermeiden Sie auf jeden Fall ein Erbrechen.
Besonderheiten bei Kindern
- Beruhigen des Kindes und bewahren Sie selbst Ruhe.
- Sie sind dem Kind keine Hilfe, wenn Sie sich zum Patienten werden. Lassen Sie sich daher nicht dazu verleiten, den Selbstschutz zu vernachlässigen.
- Soweit sich das Kind nicht äußern kann, untersuchen Sie es gründlich, um weitere Kontaktstellen zu finden, die Ihnen auf den ersten Blick entgangen sein könnten.
Achtung: "Ungelöschter Kalk"
Bei Verätzungen durch ungelöschten Kalk (z. B. Zement) darf auf keinen Fall Wasser benutzt werden, da dies die Reaktion verstärken würde. Der Kalk muss statt dessen durch einen Arzt mechanisch entfernt werden.
Ätzend und Giftig?
Beachten Sie, dass viele Stoffe gleichzeitig ätzend und giftig. Beachten Sie daher, auch die Anzeichen einer Vergiftung
EURO-Notruf 112
Über die Nummer 112 erreichen sie in allen Staaten der Europäischen Union und zusätzlich in Island, Norwegen und Liechtenstein eine Notrufzentrale für Polizei,
Brand- und Medizinmeldungen.
Notrufe vom Handy
Im deutschen Mobilfunknetz haben Notrufe auf die Nummer 112 (nicht aber auf die 110) Priorität: falls ihr Telefon keinen Empfang hat wird automatisch auf ein fremdes Netz gewechselt. Die 112 Rufe haben außerdem Priorität vor allen anderen Verbindungen. Sollte gerade keine Leitung für ihren Anruf frei sein, wird ein fremdes Telefonat getrennt, um ihren Anruf durch zu lassen.
Handyortung im Notfall
In den meisten EU-Staaten wird ihre ungefähre Position automatisch an die Notrufzentrale übermittelt, sobald die Verbindung zu Stande kommt. In städtischen Gebieten ist damit eine automatische Ortung auf ca. 150m genau möglich; im ländlichen Raum ist die Ortung allerdings oft viel ungenauer und kann bis zu 20 km von ihrem tatsächlichen Standort abweichen.
Die W-Fragen:
Wer ist mit dem ätzenden Stoff in Kontakt geraten? Kind? Erwachsener? Tier? Alter und Gewicht der Person? Was hat die Verätzung verursacht? Haushaltsmittel (Produktname, Firma), Chemikalien, Sonstiges? (Wichtig: Gegebenenfalls Etikett/Beipackzettel aufbewahren). Wie lange ist der Kontakt her? Wie groß ist die betroffene Stelle (2€-Stück-groß, handflächengroß, tellergroß)?
- Wie kam es zum Kontakt (geschluckt? Auf die Haut gekommen)?
- Wie geht es der Person?
- Wurden bereits Hilfemaßnahmen unternommen?
- Wo ist es passiert?
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