Warnung betreffend „Miracle Mineral Supplement“ (MMS)

Gefahrensymbol Giftig

Dem Deutschen Konsumentenbund, dem DKB Regionalverband Süd und der GWUP liegen mehrere Verbraucheranfragen berteffend den Konsum von Miracle Mineral Supplement (MMS) vor. Dabei beschreiben Verbraucher, wie ihnen MMS als vermeintliches Wundermittel bzw. als Allheilmittel empfohlen wurde. Von Einnahme und Erwerb der Substanz ist dringend abzuraten!

Unter der Bezeichnung "Miracle Mineral Supplement (MMS)" beschreibt der us-amerikanische Ingenieur Jim Humble Natriumchlorit als vermeintliches Wundermittel für eine Reihe von Anwendungen, etwa als  Nahrungsergänzungsmittel mit vorbeugenden oder gar heilenden  Wirkungen an. Im Internet ist von MS als einem „alternativem Antibiotikum“ die Rede. Auch heißt es, MMS könne erfolgreich z. B. bei Malaria oder zur Behandlung von Krebserkrankungen, AIDS,  Autismus und Demenz eingesetz werden. Mehrere obskure Internethändler bieten MMS an deutsche Kunden gerichtet in deutscher Sprache reißerisch beworben im Internet an.

Bei der "MMS-Behandlung" wird Natriumchloritlösung verabreicht bzw. den Patienten zur Selbstverabreichung überlassen. Durch Zumischen von Zitronensäure, die als "Aktivator" bezeichnet wird, wird das hochreaktive und giftige Chlordioxid freigesetzt, das normalerweise zu Desinfektionszwecken oder zur chemischen Bleiche verwendet wird. Mehrere Institutionen warnten inzwischen vor MMS und haben teilweise auch konkrete Maßnahmen zum Verbraucherschutz ergriffen.

Im Jahr 2009 wurden im australischen Bundesstaat Queensland einer Laienheilerin vom Brisbane Supreme Court Heilungsversprechen sowie die Verabreichung nicht zugelassener Arzneimittel untersagt, nachdem sie in ihrer Garage Krebskranken MMS intravenös verabreicht hatte (Pressemitteilung der Landesregierung von Queensland). 

In Kanada wurde von Health Canada bereits im Mai 2010 vor der Einnahme von MMS gewarnt (Warnmeldung Health Canada).

Die us-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) warnte im Juli 2010 vor der Einnahme von MMS. Das Mittel entalte - so unterstreicht die FDA - industrielle Bleichmittel und es könne zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Zahlreiche Meldungen über gesundheitliche Schäden bei MMS-Kunden hätten die Behörde bereits erreicht. (Warnmeldung der FDA).

Im Oktober 2010 gab es eine Warnung des Schweizerischen Heilmittelinstitut (SwissMedc) vor dem sog. "Wundermittel ‚Miracle Mineral Supplements‘" (MMS) (Warnung von SwissMedic). Dabei verweis SwissMedic auf eine Warnung des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Das französische Institut de veille sanitaire (InVS) und di Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé (Afssaps) warenen ebenfalls vor der Einnahme (Warnung InVS). In Frankreich seien nach Einnahme von MMS als "solution minérale miracle" Vergiftungen beobachtet worden.

In Deutschland kam es Ende 2010 in Oberbayern zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen Arzt, der MMS an seine Patienten verkauft haben soll (Medienbericht auf tz.de)

Im Juli 2012 warnte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), indem es von der Einnahme und der Verwendung dringend abriet (BfR-Stellungnahme als PDF).

Wer ein Reisebüro betreibt, der kann … bestimmt auch Krebs heilen? So könnte sich das eine Unternehmerin aus Hessen gedacht haben, die vorgab im Nebenerwerb erfolgreich Krebs heilen zu können; darunter: Leberkrebs, Unterleibskrebs,  Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Brust- und Darmkrebs. Damit aber noch nicht genug!



Stand vor der MMS-Messe

Der "Spirit of Health"-Kongress ist vorüber und das Echo bei Bürgern, Besuchern und Medien war groß. Unter Anderem berichteten ...



Mit Berufungsurteil vom 9. April 2015 hat das Oberlandesgericht Naumburg (9 U 98/14) hat die Auffassung unseres Verbandes zum Umfang der Geltung der Preisangabeverordnung nach Ablauf der Übergangsfrist der UGP-Richtlinie bestätigt. Das Urteil reiht sich damit in eine Reihe von drei weiteren, ausnamslos zu unseren Gunsten ergangenen Entscheidungen ein.



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Der Konsumentenbund koordiniert parallel zur in Kassel geplanten Messe "Spirit of Health" (24. bis 26. April 2015) ein Komplementärprogramm mit Informationen, Aktionen, Veranstaltungen und Beratung. Interessierte Personen und gesellschaftliche Gruppen, die sich an einem

Bündnis gegen Pseudomedizin und Quacksalberei zum Schaden von Kindern

beteiligen möchten sind eingeladen, sich an uns zum Zwecke der Koordination und Abstimmung zu werden. Sie erreichen uns



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Konsumentenbund erwirkt einstweilige Verfügung gegen Eso-Anbieter

Der Konsumentenbund hat eine einstweilige Verfügung gegen einen norddeutschen Esoterikanbieter erwirkt.


Konsumentenbund mahnt mehrere Eso-Shops ab

Der Konsumentenbund hat in den vergangenen Wochen insgesamt vier Online-Anbieter von Esoterik-Artikeln auf Unterlassung in Anspruch genommen.


BGH schiebt den Praktiken von Online-Händlern einen Riegel vor.

Mit einem „Seminar“ aus dem Bereich der Esoterik versuchte ein
Anbieter Kasse zu machen. Wie in dieser Branche üblich waren die
Seminargebühren happig: 1.980,00 EUR sollte ein Verbraucher für die
Teilnahme an einem Seminar, für eine nicht wissenschaftlich